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Dichter November­nebel, vier junge Leute
und ein Ruck­sack voll kniffliger Auf­gaben:


Die Green Escape Tour rund um das Was­ser­schloss Wül­mersen am Rande des Rein­hards­waldes lässt trotz fros­tiger Tem­pe­ra­turen keine Zeit für kalte Füße, denn der Grup­pe bleiben nur 80 Minuten Zeit, um ge­mein­sam die Lebens­mit­tel­vor­räte des An­we­sens vor einer dro­hen­den Über­flu­tung zu retten, ausgelöst durch Ferdinand, den bösen Schlossgeist.

Vier Personen stehen im Freien und halten verschiedene Materialien, lächeln und interagieren miteinander.

„Spukhafter Streich“ heißt der Rät­sel­­spaß, den sich der nord­­hessische Spiele­­ent­­wickler German Quest aus­gedacht hat. Realisiert wurde er vom Natur­­park Rein­hards­wald e. V., der sich hier, im grö­ß­ten ge­­schlos­senen Wald­­gebiet Hessens, der För­­der­ung von Tou­­rismus, Natur­­schutz und Um­­welt­­bild­ung ver­­schrie­ben hat.

Die Finan­zierung des Projektes über­nahm die EAM, denn die Idee passt gut ins Unter­nehmens- und Sponsoring-Konzept.

Das Rätsel beginnt

Den Ruck­sack be­kommt die Freundes­gruppe im Café Mehl­schwalbe im Innen­hof des Wasser­schlosses aus­gehändigt.
Der ist be­stückt mit ver­schie­denen Utensilien, da­runter eine große holz­ge­fer­tigte Map­pe, ein Lage­plan mit geheimnis­vollen Mar­kie­rungen, eine blaue Schnur, zwei Holz­kistchen mit Zahlen­schlössern, zwei Papier­blöcke, zwei Stifte und acht Kärtchen mit An­weisungen.

Während die erste Auf­gabe die Vier noch sanft in den Spiel­modus ein­tauchen lässt, be­reitet schon die zweite un­er­war­tetes Kopf­zer­brechen.

Die Machbar-Azubis:
Jean-Luc, Marlo, Lisa und Tom

Ein spannendes Aben­teuer und eine krea­tive Heraus­for­derung: Die vier Aus­zu­bil­denden der Werbe­agentur machbar GmbH durf­ten sich bei einer auf­re­gen­den Escape-Tour beweisen.

Als lang­jähriger Partner der EAM ist machbar bei der Erstellung dieses Magazins maßgeblich beteiligt – und die Azubis bringen hier ihre eigenen Ideen und Talente ein.

Zwei Personen betrachten eine Karte auf Holz und zeigen auf verschiedene Bereiche, während eine Person notiert.

„Oft sind sogar jüngere Schul­kinder den älteren oder erwachsenen Spieler­innen und Spie­lern um einiges voraus.“

Manuela Greipel

Wie ist die Frage gemeint? Und wie sollen aus Buch­sta­ben Zahlen werden? Denn nur mit dem pas­senden Zahlen­code lässt sich das Holz­käst­chen öffnen, das darauf­hin die Weg­bes­chrei­bung für das folgende Rätsel preis­gibt.

Kon­zen­tra­tion ist also gefragt, die Sätze wieder­holt sehr genau lesen, Zettel und Stift zur Hand nehmen und sich zus­ammen die Antwort erschließen.

Was zunächst wie Kinder­kram anmutete, entpuppt sich als an­spruchs­volles Unter­fangen, zumal Handy, digitale Such­maschine oder KI in der herbst­lichen Idylle des ehe­maligen Ritter­gutes über­haupt nicht weiter­helfen. Das Spiel ist komplett analog kon­zipiert, einzig die Hin­weise vor Ort führen zur Lö­sung und nur wer logisch auch um die Ecke zu denken vermag, kommt weiter.

„Oft sind sogar jüngere Schul­kinder den älteren oder erwachsenen Spieler­innen und Spielern um einiges voraus“, weiß Manuela Greipel, Geschäfts­führerin des Natur­park Reinhards­wald e. V. „Sie sind es vom Unterr­icht her noch gewohnt, dass das richtige Ver­ständnis einer Frage der erste Schritt zu ihrer Lö­sung ist. Des­wegen eignet sich unsere Green Escape Tour zum Bei­spiel auch her­vor­ragend für Familien, weil Jung und Alt sich hier wunder­bar ergänzen können.“

Mangelnde Auf­merk­sam­keit wird sofort bestraft!

Mit ihren ins­gesamt acht Sta­tionen führt die Green Es­cape Tour durch den Schloss­hof und um die Ge­bäu­de herum in den dich­ten Bu­chen­wald.

Fast wären die vier Spieler auf Ret­tungs­mis­sion dem Ver­wirr­spiel von Ferdi­nand (das man­geln­de Auf­merk­sam­keit so­fort be­straft) auf den Leim ge­gan­gen, ha­ben aber im letz­ten Mo­ment noch glück­lich den rich­tigen Ab­zweig ent­deckt, Wülli, das gute Schloss­ge­spenst hat da­bei ge­holfen.

Zu­rück geht es hi­naus auf die Streu­obst­wiese, zum Ufer der Holz­ape, dem Bach, der neben der Die­mel das Ge­lände in süd­licher Rich­tung um­fließt.

Vier junge Erwachsene stehen in einem Innenhof und unterhalten sich, während einer ein Tablet hält und auf etwas zeigt.

Verbindet den Igel mit der Möhre

Geschickt sind die Ge­schich­te des ehe­maligen Ritter­gutes, seine Tier- und Pflan­zen­welt in die Rätsel­auf­ga­ben ein­ge­bun­den, eben­so Objekte und Tafeln mit Zahlen und Zeichen, die über­setzt werden wollen.
Einige davon wurden eigens für das Spiel an­ge­bracht, und nur so viel sei den Lesern unseres Maga­zins ver­raten: Auch die EAM hat im Spiel ihren Auf­tritt. Die märchen­hafte Kulisse und die zu jeder Jahres­zeit be­zau­bern­de Na­tur tun ein Übriges, um die Green Escape Tour zu einem phan­tas­tisch­en und ganz und gar ver­ein­nahmenden Er­leb­nis zu machen.

Nach exakt 68 Minuten kann das Vierer­team auf einer be­bil­der­ten Tafel schließlich den Igel mit der wilden Möhre ver­binden und darf an einem Mäuer­chen den Holz­schieber schließen, der die drohende Über­flutung stoppt – das Wasser­schloss Wülmer­sen ist gerettet! 

Ein stilisierter, lila Igel mit einer lächelnden Gesichtszüge und stacheliger Rückenzeichnung.
Drei junge Männer stehen unter einem Vordach, schauen auf Dokumente und sprechen miteinander bei herbstlichem Wetter.
Vier junge Leute stehen auf einem Weg in der Natur, interagieren und betrachten eine Grafik auf einem Tablet.
Vier junge Menschen lachen und interagieren auf einem mit Herbstlaub bedeckten Weg im Wald.

Seit August 2024 ist die Green Escape Tour am Start und wurde von hun­der­ten von Be­such­ern und Gäs­ten des Schlos­ses be­geis­tert gespielt.

Da Wül­mersen Anfang Au­gust tat­säch­lich von einem Un­wetter mit Wasser­flu­ten stark ge­trof­fen worden war, wurden die Ein­nahmen aus dem Spiele­aben­teuer an be­trof­fene Be­triebe gespendet. Seit Ok­tober kommen die Er­löse dem Natur­park Reinhards­wald zugute.

Zwei Frauen stehen lächelnd vor einer Steinmauer, umgeben von Pflanzen, in warmer Winterkleidung.

Manuela Greipel (Geschäftsführung) und Lena Eckert (Tourismus)

Green Escape Tour "Spukhafter Streich"

Die Tour rings um das Wasserschloss Wülmersen im Naturpark Reinhardswald ist in Gruppen von drei bis acht Personen spielbar, die Spielzeit beträgt 80 Minuten.

Je nach Größe der Gruppe kostet das Spiel zwischen 16 und 25 Euro pro Person, Kinder zwischen 7 und 12 Jahren bezahlen den halben Preis.

Im Zentrum des Spieleabenteuers stehen das sehenswerte Schloss – einst herrschaftliches Anwesen und Rittergut – und seine unmittelbare Umgebung. Die ältesten der denkmalgeschützten Gebäude stammen aus dem 12. Jahrhundert. 

Gebucht werden kann die Escape-Tour ausschließlich online auf der Website des Naturparks Reinhardswald. In der Wintersaison wird der Spielerucksack zum Wunschtermin in der Tourist-Info in Bad Karlshafen abgeholt und muss dort auch wieder abgegeben werden, von April bis Oktober ist dafür das Café Mehlschwalbe im Wasserschloss Wülmersen zuständig.

www.green-escape-tours.de

Hand hält eine Informationsbroschüre über eine geführte Tour mit dem Titel „Spukhafter Streich“.