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Wie kann ich Sonnenstrom auch abends nutzen?

Windenergie- und Solaranlagen liefern nicht immer Strom und auch nicht immer dann, wenn wir ihn gerade brauchen. Damit wir die Energie der Sonne auch abends oder nachts nutzen können, müssen wir den Strom speichern.

Hier kommen Energiespeicher ins Spiel. Am bekanntesten im privaten Sektor: Fest verbaute Batteriespeicher. Die machen besonders dann Sinn, wenn die eigene Solaranlage einen deutlichen Überschuss produzieren kann. Auch eine Wärmepumpe kann als Energiespeicher dienen – zum Beispiel über den Warmwasserspeicher.

Ausblick: Zukünftig werden immer mehr Elektro-Autos das bidirektionale Laden beherrschen. Über eine entsprechende Wallbox werden sie an das Hausnetz angeschlossen und können dann verstärkt als Zwischenspeicher dienen und den Strom bei Bedarf zurückspeisen.

Übrigens: Würden alle privaten PV-Anlagen in Deutschland mit Speichern arbeiten, könnten rund 21-22 Terrawattstunden Strom zeitlich verlagert werden. Dies entspricht etwa sechs bis acht Kohle-Kraftwerksblöcken und spart je nach verdrängter Erzeugung sieben bis 18 Mio. Tonnen CO₂ pro Jahr ein.

Im großtechnischen Maßstab gibt es noch weitere Methoden: Pumpspeicherwerke pumpen Wasser in ein höher gelegenes Becken, das später wieder abfließt und dabei Strom erzeugt. Wasserstoffspeicher wandeln Strom in Wasserstoff um, der sich über längere Zeiträume lagern lässt.

Jede dieser Technologien hat ihre eigenen Stärken – gemeinsam bilden sie das Rückgrat einer sauberen und zuverlässigen Energiezukunft. Sie machen erneuerbare Energie verlässlich, auch wenn gerade Flaute ist oder Wolken die Sonne verdecken.


Energiespeicher sind damit ein wichtiger Baustein der Energiewende.