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"Warum steht das Windrad still,
obwohl der Wind weht?"

Manchmal stehen die Rotoren still, während Monteure die Technik prüfen, reparieren oder Ver­schleiß­teile austauschen. Sicher­heit geht schließlich vor – für die Menschen und die Maschine.

Klingt komisch, ist aber so: Zu viel Wind mag ein Wind­rad nicht. Ab einer Wind-geschwindig­keit von etwa 90 km/h schalten Wind­räder auto­matisch ab, um Schäden zu ver­meiden. Sobald der Wind nach­lässt, geht’s wieder los.

Bei zu viel Wind oder zu wenig Verbrauch regelt die Netzleitstelle der EAM Netz Windräder herunter oder schaltet sie ganz ab, damit die Frequenz im Netz stabil bleibt – Einspeisung und Verbrauch müssen sich immer die Waage halten.

Das geschieht im Rahmen des sogenannten Redispatch 2.0, der die Einspeisung erneuerbarer Energien für ein stabiles Netz regelt.

Manchmal stehen die Windräder aus Natur­schutz- oder Be­völkerungs­schutz­gründen still. So haben manche Wind­räder zu be­stimmten Zeiten Fleder­maus- oder Vogel­schutz­ab­schaltun­gen. Wenn bei extremer Kälte die Rotor­blätter vereisen, werden die Wind­räder wegen Eiswurf aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Bei be­stimmten Wetter­lagen gibt es auch Schatten- oder Lärm­schutz­pro­gramme.

Präzise Wetter- und Ein­speise­prog­nosen helfen der EAM Netz, früh­zeitig Ent­schei­dungen zu treffen, um das Netz stabil und Ab­schaltung­en so kurz wie möglich zu halten. Damit möglichst viel grüner Strom ins Netz fließt.