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Symbolgrafik mit zwei Händen im Handschlag als Zeichen für Partnerschaft, darüber das stilisierte EAM-Logo mit zwei sich überschneidenden Formen.

Energiewende Hand in Hand

Der Klimawandel und seine Folgen sind eine zunehmend größere Herausforderung für Kommunen und Landkreise in Deutschland. Als „Klima-Kommune“ ist die Stadt Sontra im hessischen Werra-Meißner-Kreis das Thema aktiv angegangen und hat sich ambitionierte Ziele zum Schutz des Klimas gesetzt. Um diese möglichst schnell und effizient zu erreichen, ist die Stadt Anfang 2023 als eine der ersten Kommunen der neu gegründeten EAM EnergiewendePartner GmbH (EWP) beigetreten. Die Idee war, gemeinsam mit dem kommunalen Energieversorger ein maßgeschneidertes Energiewendekonzept für Sontra zu entwickeln. Was vor zweieinhalb Jahren noch als grober Plan auf dem Papier begann, befindet sich heute bereits voll in der Umsetzung.

„Zu Beginn haben wir eine umfangreiche Analyse von rund 40 kommunalen Liegenschaften in Sontra vorgenommen“, erinnert sich Tanja Kutne, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Markus Huntzinger ein sogenanntes EnergiewendePartner-Tandem bei der EAM bildet. „Dabei haben wir unter anderem Kindertagesstätten, Rathäuser, Kläranlagen, Schwimmbäder oder Dorf­gemein­schafts­häuser genau unter die Lupe genommen und geprüft, wo sich beispielsweise die Errichtung einer Photovoltaikanlage lohnt oder die Wärmeversorgung auf regenerative Energien umgerüstet werden kann.“ Tatkräftig unterstützt wurden die beiden von Rainer Becker, der als Mitarbeiter der Bauverwaltung alle notwendigen Daten zu den Liegenschaften parat hatte und immer in engem Austausch mit Tanja Kutne und Markus Huntzinger stand.

„Alles ist optimal gelaufen, durch die wechselseitige Zusammenarbeit sind wir sehr schnell und reibungslos vorangekommen.“

Rainer Becker, Bauverwaltung Sontra

Am Ende der Analyse standen 21 verschiedene Maßnahmen mit detaillierter Kostenabschätzung, die die beiden EAM-Energiewende-Experten der Stadt Sontra vorschlugen. „Wichtig ist dabei immer, dass die Maßnahmen einen möglichst großen Hebel zum Klimaschutz bieten und für die Kommune wirtschaftlich umsetzbar sind“, betont Markus Huntzinger. „Unser Ziel ist es ja schließlich, den Plan auch in die Tat umzusetzen. Dafür gehen wir bei Bedarf natürlich auch in die Gremiensitzungen der Kommunen, um die Maßnahmen genauer vorzustellen und mögliche Fragen direkt zu beantworten.“

Mittlerweile sind die ersten beiden EWP-Maßnahmen des Konzepts umgesetzt. Seit Februar ziert eine Photovoltaikanlage das Dach des Rathauses, zeitgleich wurde eine Ladestation für E-Fahrzeuge auf dem Parkplatz der Stadt installiert. Die Arbeiten führte die Firma Haustechnik Persch GmbH aus. Seit einem Jahr gehört der Kasseler Handwerksbetrieb für Elektro, Heizung und Sanitär mit den Schwerpunkten Photovoltaik und Wärmepumpen zur EAM Gruppe – wie bereits seit 2023 die Landgraf-Energietechnik-GmbH mit Sitz im Vogelsbergkreis. „Durch die Integration der neuen Firmen haben wir nochmal deutlich an Geschwindigkeit bei der EWP-Umsetzung gewonnen“, erklärt Tanja Kutne. „Von der Planung bis zur Installation – nun können wir die Energiewende Hand in Hand in die Kommunen bringen.“ Die PV-Anlage auf dem Sontraer Rathaus hat eine Leistung von 8,01 Kilowatt Peak und produziert jedes Jahr etwa 7.300 Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom. „Der Standort lohnt sich besonders, da der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms im Rathaus mit knapp 65 Prozent sehr hoch ist“, erklärt Markus Huntzinger. Auch Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt freut sich über das hohe EWP-Tempo.

„Durch die Integration der neuen Firmen haben wir nochmal deutlich an Geschwindigkeit bei der EWP-Umsetzung gewonnen.“

Tanja Kutne, Projektentwicklerin EAM Natur Energie GmbH

„Unser Ziel ist es ja schließlich, den Plan auch in die Tat umzusetzen."

Markus Huntzinger, Kommunalberater EAM Netz GmbH

Dass die Kommune schnell handelt, beweist Sontra auch an anderer Stelle: Passend zur PV-Anlage und Ladestation hat sich die Stadt mit Fördermitteln ein neues E-Auto für die tägliche Arbeit in der Verwaltung angeschafft. 37 Städte und Gemeinden, zwei Landkreise und ein Abwasserverband aus dem EAM-Geschäftsgebiet sind der EWP mittlerweile beigetreten, weitere stehen in den Startlöchern. Die Gesellschafter haben die Möglichkeit, sich ein maßgeschneidertes Konzept erstellen zu lassen oder auch nur einzelne Maßnahmen umzusetzen. Die Maßnahmen können sich dabei in ihrer Art, Anzahl und Größe deutlich unterscheiden. So wurden durch die EWP beispielsweise auf Liegenschaften des Landkreises Höxter in Nordrhein-Westfalen gleich fünf große PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von insgesamt 446 Kilowatt Peak sowie passende Stromspeicher mit einer Größe von insgesamt 710 Kilowattstunden errichtet.

 

„Wir wollen nicht nur planen, sondern schnell handeln. Dafür haben wir mit der EAM den idealen Partner an unserer Seite.“

Thomas Eckhardt, Bürgermeister der Stadt Sontra

Im Bereich der Wärmeversorgung wird derzeit der Bauhof der hessischen Gemeinde Breidenbach im Landkreis Marburg-Biedenkopf mit einem Pelletkessel ausgestattet und die gesamte Elektroverteilung erneuert. Auch in Sontra sollen schon in Kürze die nächsten Maßnahmen umgesetzt werden. Eine Trink- und eine Abwasseranlage der rund 8.000 Einwohner zählenden Stadt sollen ebenfalls mit PV-Anlagen ausgerüstet werden – vorgesehen sind eine Dach- und eine kleine Freiflächenanlage. „Viele Städte und Gemeinden in der EWP sind untereinander sehr gut vernetzt“, erklärt Bürgermeister Thomas Eckhardt. „So können wir gegenseitig von den Erfahrungen anderer Kommunen profitieren und den Klimaschutz gemeinsam vorantreiben.“

 

Lorenz Kiepe
Elektromeister bei der Haustechnik Persch GmbH

Auch bei der EAM profitiert man von den Erfahrungen bisheriger Projekte. Wie Tanja Kutne und Markus Huntzinger gibt es mittlerweile vier weitere EWP-Tandems. Sie setzen sich jeweils aus dem Netzbereich und der Tochtergesellschaft EAM Natur Energie zusammen und verteilen sich auf die Geschäftsgebiete Nord, Mitte und Süd, um das stetig steigende Auftragsvolumen der EWP zu bewältigen.

„Jede Kommune ist anders, für uns ist kein Tag wie der andere“, sind sich Tanja Kutne und Markus Huntzinger einig. „Genau das macht unsere Arbeit so spannend und abwechslungsreich.“

 

Einfarbiger Farbverlauf von hellem zu dunklem Grün.
Logo mit abstraktem Symbol links und dem Schriftzug „EAM Energiewende Partner“ rechts

Die EAM EnergiewendePartner GmbH

Von der EAM initiiert und 2023 in Partnerschaft mit kommunalen Anteilseignern gestartet, will die Gesellschaft mit ihrem innovativen Modell die regionale Energiewende weiter voranbringen. Unabhängig von ihrer Größe gehen die Kommunen und Landkreise mit einem für alle jeweils gleichen Betrag die Kooperation als mehrjährige Partnerschaft ein. Auf Basis einer umfangreichen Analyse der Ist-Situation entwickeln die Partner dann gemeinsam ein individuell auf die Gemeinde ausgerichtetes Energiewendekonzept mit einem klaren Fokus auf CO2-Reduktion bzw. CO2-freie Lösungen im Energiebereich. Die EAM unterstützt die Kommune anschließend auch bei der Umsetzung des Konzepts. Dazu gehören Maßnahmen aus den Bereichen Photovoltaik, Elektromobilität, Nahwärme und einzelne Wärmelösungen für kommunale Liegenschaften, aber auch nicht investive Maßnahmen zur Stärkung des Energiebewusstseins für den privaten und gewerblichen Bereich. Als Mitgesellschafter können die Kommunen solche Projekte direkt an die EnergiewendePartner GmbH vergeben. 

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