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Zusammen wachsen

Wer immer in den ver­gangenen vier Jahr­zehnten eine ge­werb­liche Aus­bildung bei der EAM durch­laufen hat, ist mit un­serem eigens für diese Zwecke ein­ge­richteten Ausbildungszentrum in Bau­natal bestens ver­traut. Man hat hier ge­messen, ge­rechnet, ver­kabelt, ge­prüft, ge­mein­sam Neues er­lernt und Prak­tisches geübt – und ist am Ende über sich hinausgewachsen.

Wessen Heimat­ort weiter entfernt lag, hatte meist auch ein Zimmer in einem der drei Häuser gleich gegen­über von Lehr­werk­statt, Unter­richts­räumen und Kan­tine. Aber auch für Nicht­be­wohner­innen und -bewohner ist die groß­zügige An­lage ein An­lauf­punkt, sei es für Ver­an­staltungen und Work­shops, Sport­kurse oder ein­fach um die übrigen Aus­zu­bildenden zu treffen. Lernen, Freizeit und Wohnen sind auf dem Campus zentral vereint.

„Als Energie­versorger muss man sich auf uns ver­lassen können und unter­einander müssen wir gut zusammen­wirken. Deswegen erleben junge Leute bei uns eine ganz­heitliche Aus­bildung, die Fach- und Sozial­kompetenzen gleich wichtig nimmt. Die Wurzeln für die EAM-Familie werden hier gelegt.“

Miriam Franz, Leiterin der Aus- und Weiterbildung

Teamwork ist daher eine elementare Disziplin. Die 19-jährige Lara Döring, Aus­zu­bildende zur Elektronikerin für Betriebs­technik im ersten Lehr­jahr, schwärmt: „Anders als früher in der Schule sind gegen­seitiges Helfen und Von­ein­ander­ab­schauen jetzt aus­drück­lich er­wünscht. Mir bringt das ungemein viel!“ 

Zu­ge­schnitten auf die Be­dürfnisse junger Leute bietet der Cam­pus alle An­nehm­lich­keiten eines tem­po­rären Zu­hauses: Die Zimmer­kosten pas­sen zum Budget, Früh­stück und Abend­essen in der Kan­tine sind im Miet­preis ent­halten, jede Wohn­etage verfügt zudem über eine voll­aus­ge­stattete Küche. Ein gro­ßer Gemein­schafts­raum, Kino, Fitness­studio, Projekt­räume, Billard­tisch und Kicker laden zur freien Ver­­gung ein, drau­ßen locken Volley­ballnetz und schöne Laufstrecken.

Die meisten der ins­gesamt 54 Zimmer sind Doppel­zimmer, auf der Beliebt­heits­skala liegen diese ganz oben. Vier Sozial­päda­goginnen und -päda­gogen, zwei von ihnen im Besitz eines Trainer­scheins, sind zu­ständig für die per­sön­liche Be­treuung der minderj­ährigen Jugend­lichen im Über­gang aus Eltern­haus und Schule in die Selbstständigkeit.

Von Boxen bis Yoga, Kreativität, Lesen, Kochen oder Ent­deck­ungs­touren nach Kas­sel und in die Region reichen die unter­schied­lichsten Nach­mittags- und Abend­an­gebote. Die Teil­nahme da­ran steht jeder und jedem frei, nur der wöchent­liche Betriebs­sport ist im ersten Ausbildungsjahr ver­pflich­tend und bringt eben­falls die Azubis aus den kauf­männischen Be­reichen am Unter­nehmens­sitz in Kassel nach Baunatal.

So wird der Campus zum Lebens­ort, wo die Aus­zu­bilden­den Zeit, Lern­stoff und Interessen mit­einander teilen, manch­mal sogar die privatesten Themen. Die Be­ziehungen, die daraus ent­stehen, halten oft ein Leben lang: 

„Nicht wenige unserer ehe­ma­ligen Azubis tref­fen sich noch et­liche Jahre da­nach regel­mäßig für ge­meinsame Unternehmungen.“

Ann-Cathrin Krug, Leiterin des Campus

Auch auf der fach­lichen Ebene er­fahren die Jugend­lichen eine in­di­vi­duelle Be­glei­tung und För­derung – ein weiterer wesen­tlicher Grund­stein für eine nach­haltige Ver­bindung mit unserem Unternehmen. Jan Strege und Fabio Förster, beide duale Stu­denten, können dies nur be­stä­tigen. Fabio Förster er­zählt über die kauf­männische Aus­bildung in Kassel: „Selbst­ver­ständ­lich lernt man alle für den Be­ruf re­levanten Ab­teilungen kennen, aber wir wer­den auch so weit wie möglich von An­fang an ge­mäß unserer In­teressen ein­gesetzt und unterstützt.“

„Ziel unserer Aus­bildung ist, dass alle ihr Fach am Ende ver­stehen – und man kann die jungen Leute wirk­lich be­geistern, wenn man Dinge gut auf­bereitet und er­klärt. Wir gehen regel­mäßig in den Unter­richts­raum und ver­tiefen die Themen, die wir in der Praxis behandelt haben.“ 

Anthony Speer, Leiter der gewerblich-technischen Ausbildung

Die unbefristete Über­nahme ins Unter­nehmen ist den jungen Fach­kräften nach dem Ab­schluss von Aus­bildung oder Stu­dium nahezu sicher. Von den ge­werb­lichen Aus­zu­bil­denden geht ein Groß­teil zurück in die Hei­mat, heißt, in eine unserer fünf Netz­regionen. Dort werden ge­nau sie mit ihrem Können und Wissen gebraucht. 


2024 hatte die EAM 90 ge­werb­liche und 26 kauf­männische Aus­zu­bil­dende im Alter von 15 bis 33 Jahren, darunter zwölf Duale Stu­dent­innen und Studenten. 69 der jungen Leute im Alter von 15 bis 24 Jahren und aus fünf Bundes­ländern lebten auf dem Cam­pus. Von Freitag­nach­mittag bis Sonntag­abend ist Ruhe auf dem Ge­lände: Dann sind die jungen Auszubildenden zuhause, in ihren Heimatorten.

Jan Strege, 24 Jahre,

hat im Rahmen seines Dualen Stu­diums bei der EAM seine Aus­bildung zum Elek­tro­niker für Betriebs­tech­nik be­reits im Januar 2025 ab­ge­schlos­sen, im kom­menden Jahr wird er den Studien­gang Elektro­technik an der Uni Kassel mit dem Bachelor of Science be­enden. Sein bis­heriges High­light der Aus­bildung: ein Messe-Aus­stellungs­stück, das er eigen­ständig konzipiert und die Stromflüsse programmiert hat.  

Lara Döring, 19 Jahre,

wird Elektro­nikerin für Betriebs­technik. Direkt zu Aus­bildungs­beginn hat sie mit einer jungen Frau aus dem gleichen Lehr­jahr ein Doppel­zimmer auf dem Cam­pus bez­ogen. „Geteiltes Lernen ist besser lernen!“, sagt sie: „Manch­mal müssen wir uns auf Tests vor­bereiten und das motiviert viel mehr, wenn man dabei mindestens zu zweit ist.“

Fabio Förster, 21 Jahre,

und just frisch gebackener Industrie­kauf­mann stu­diert aktuell noch Wirtschafts­informatik an der FOM Hochschule Kassel. Er liebt die Gruppen-Events der EAM-Familie wie das große Oktober­fest im Kasseler Unter­nehmens­sitz im Herbst 2024 oder vor drei Jahren die ein­wöchige Kennen­lern­fahrt mit allen Aus­zu­bildenden in das Bildungs­haus in Goslar, die für jeden Jahrgang den Aus­bildungs­start einleitet. Ein fach­liches High­light war für ihn der Be­such des Heiz­kraftwerks in Göttingen.

Ausgezeichnet ausbilden

Zum siebten Mal in Folge wurde die EAM mit dem Siegel „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ vom Magazin Focus Money ausgezeichnet. Wie bereits im Vorjahr hat der kommunale Energieversorger auch diesmal 100 von 100 möglichen Punkten erreicht und damit den 1. Platz (Branchensieger) unter allen Teilnehmern in der Branche „Energieversorger regional“ belegt.


Bewertet wurden unter anderem Ausbildungserfolg, Förderprogramme, Duales Studium und Zusatzangebote. Für die Studie wurden die 14.000 mitarbeiterstärksten Unternehmen in Deutschland untersucht.