EAM

Energie aus der Mitte

ENERGIE AUS DER MITTE

„Energie aus der Mitte“ – dafür steht die EAM. Dieses Motto verweist auf unser Leistungsspektrum im Bereich der Energieversorgung und verdeutlicht zugleich den traditionellen Bezug unseres Unternehmens zur Region in der Mitte Deutschlands. Hier sorgen wir gemeinsam mit unseren Tochtergesellschaften seit mehr als 85 Jahren für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung von rund 1,4 Millionen Menschen. Das EAM-Geschäftsgebiet erstreckt sich über weite Teile Hessens sowie über Südniedersachsen und Teile von Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Rheinland-Pfalz.

Die EAM ist ein zu 100 Prozent kommunales Unternehmen. Anteilseigner sind zwölf Landkreise aus Hessen, Südniedersachsen, Ostwestfalen und Westthüringen sowie die Stadt Göttingen, die zusammen über 62,89 Prozent der Anteile verfügen. Die restlichen 37,11 Prozent der Anteile halten 112 Städte und Gemeinden sowie der Zweckverband EAM-Beteiligungen im Landkreis Altenkirchen.

Unser Netzgeschäft wird seit Juni 2014 von der EnergieNetz Mitte GmbH verantwortet. Die 100-prozentige EAM-Tochtergesellschaft betreibt insgesamt rund 50.000 Kilometer Strom- und Erdgasnetze. Zu den Versorgungseinrichtungen gehören 71 Umspannwerke, mehr als 6.600 Schalt- und Ortsnetzstationen sowie 71 Erdgas-Übernahmestationen und rund 300 Gas-Bezirksregelanlagen. Unmittelbar bzw. mittelbar sind mehr als 280 Stadt- und Landgemeinden in die Versorgungsnetze eingebunden, über die jährlich eine Energiemenge von insgesamt rund 15 Milliarden Kilowattstunden transportiert werden. Für die Integration der stetig wachsenden Einspeiseleistung durch dezentrale Stromerzeugungsanlagen aus erneuerbaren Energien setzt das Unternehmen modernste, intelligente Netztechnik ein. Rund 42.000 dieser Anlagen sind inzwischen an das Netz angeschlossen. Zudem erbringt die EnergieNetz Mitte ein breites Spektrum energienaher Dienstleistungen und Services, beispielsweise im Bereich der Straßenbeleuchtung oder der Planung und Betriebsführung von Versorgungsnetzen sowie bei der Wasserver- und Abwasserentsorgung.

Mit innovativen Konzepten treibt die EAM die Energiewende in der Region voran und unterstützt gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften die Kommunen und Landkreise aktiv bei der Umsetzung von Energieprojekten. Dazu gehört beispielsweise der Bau und Betrieb von hochmodernen Biogasanlagen und von Netzen zur Wärme- und Kälteversorgung. Weiterhin betreiben wir eigene Wasser- und Windkraftanlagen und unterstützen Städte, Gemeinden und engagierte Bürger bei der Planung und Umsetzung von Windenergieprojekten. Darüber hinaus bietet die EAM maßgeschneiderte energieeffiziente Lösungen zum Beispiel im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung und ist auch im Geschäftsfeld Telekommunikation aktiv.

Seit dem 1. Juli 2014 treten wir mit einem eigenen Vertrieb für Strom und Erdgas am Markt auf und bieten unseren Kunden faire und nachhaltige Produkte an – im Strombereich ausschließlich auf Basis regenerativer Energien.

Gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften beschäftigt die EAM zurzeit insgesamt rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – darunter 70 Auszubildende – an 21 Standorten und bietet damit sichere und qualitativ hochwertige Arbeitsplätze in der Region. Mit der Vergabe von Aufträgen an Unternehmen in ihrem Geschäftsgebiet trägt die EAM einen Teil zur Förderung der regionalen Wirtschaft bei. Weiterhin profitiert die Region durch die Zahlungen von Dividenden an die kommunalen Aktionäre, Konzessionsabgaben sowie Steuern von der EAM.

EIN KURZER BLICK ZURÜCK

Die EAM blickt auf eine lange Tradition zurück: Unter dem Namen Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland wurde das Unternehmen am 6. September 1929 durch den Zusammenschluss mehrerer kommunaler Stromversorgungsunternehmen und der damaligen Preußischen Elektrizitäts AG (später E.ON Energie AG) gegründet. Seitdem hat die EAM in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Landkreisen und Kommunen die Strom- und Erdgasversorgung in der Region auf- und ausgebaut und sorgt bis heute mit hohen Investitionen in ihre Netze dafür, dass die Menschen sicher mit Energie verbunden werden.

Im Jahr 2002 übernahm die damalige E.ON Energie AG, die bis dahin 46 Prozent des EAM-Aktienkapitals gehalten hatte, weitere EAM-Aktien von kommunalen Anteilseignern und erhöhte ihren Aktienanteil auf 73,34 Prozent. Die restlichen Anteile hielten weiterhin die Stadt Göttingen und zwölf Landkreise. Im Jahr 2005 wurde die EAM in E.ON Mitte AG umbenannt.

Im Juni 2012 gab der E.ON-Konzern bekannt, dass er sein Versorgungsgeschäft in Deutschland auf seine vier größten Regionalversorger begrenzen und in diesem Zusammenhang unter anderem die E.ON Mitte AG verkaufen möchte. Die kommunalen Aktionäre erklärten daraufhin ihr Interesse, die E.ON-Anteile zu übernehmen und das Unternehmen damit vollständig zu rekommunalisieren. Nach langen und intensiven Verhandlungen wurde der Verkauf am 19. Dezember 2013 mit der Übertragung der E.ON-Aktien an die kommunalen Anteilseigner abgeschlossen. Seitdem ist die EAM zu 100 Prozent in kommunalem Besitz. In einem zweiten Schritt der Rekommunalisierung  wurden neben den zwölf Landkreisen und der Stadt Göttingen 109 Städte und Gemeinden am Unternehmen beteiligt. Im Jahr 2015 konnten weitere Kommunen als Gesellschafter gewonnen werden, so dass die heutige Struktur erreicht wurde.