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C/sells - der regionale Markt für das Stromnetz entsteht

Unter Einsatz von Smart Metern (digitale und vernetzte Stromzähler) entsteht im Modellversuch  C/sells ein regionaler Markt für den Ausgleich kurzfristiger Belastungsspitzen im Stromnetz. Die EAM beteiligt sich mit in ausgewählten Netzabschnitten. 

Hintergrund ist der steigende Anteil der dezentralen Ökostromerzeugung an der deutschen Stromproduktion auf bereits über 20 Prozent. Die Aufrechterhaltung eines stabilen Netzbetriebs bei einem hohen Anteil schwankender Stromerzeugung stellt eine stetig wachsende Herausforderung für Energieversorger dar. Daher arbeitet die EAM in verschiedenen Projekten an zukunftsweisenden Lösungen zur Umsetzung der Energiewende mit. Dabei nimmt sie zum Teil weit über die Region hinaus eine führende Rolle ein.

Die C/sells Leitidee

EAM C/sells

Im Projekt „C/sells“, ein großflächiges Forschungsvorhaben in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen mit mehr als 50 Partnern aus Politik, Wirt­schaft und Wissenschaft, hat die EAM-Tochtergesellschaft EnergieNetz Mitte die Verbundkoordination des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekts übernommen.

EAM C/sells

Regionalisierter Handel mit Energie und Flexibilitäten

Bei dem Begriff C/sells handelt es sich um ein Kunstwort, das aus den englischen Begriffen „cells“ für „Zellen“ und „sells“ für „Vermarkten“ zusammengesetzt wurde. Unter Einsatz von sogenannten Smart Metern (digitale und vernetzte Stromzähler) soll dabei ein regionaler Markt für den Ausgleich kurzfristiger Belastungsspitzen im Stromnetz entstehen und in ausgewählten Netzabschnitten der EAM – sogenannten Zellen („cells“) – demonstriert werden. Um Anreize zu schaffen, Strom vorwiegend dann zu verbrauchen, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht, entwickelt die EAM in Dillenburg einen börsenähnlichen Marktplatz, an dem das flexible Verbrauchsverhalten von Kunden vergütet wird. Hier können zudem neue Vermarktungsmög­lichkeiten entstehen, zum Beispiel für Betreiber von Erzeugungsanlagen aus regenerativen Energien nach dem Auslaufen der EEG-Vergütung.

Alles zur C/sells-Initiative

EAM fördert Stromspeicher als Baustein für die Energieversorgung der Zukunft

In mittelhessischen Dillenburg (Lahn-Dill-Kreis) sucht die EAM interessierte Eigenheimbesitzer, die im Rahmen des Projekts eine Photovoltaikanlage in Verbindung mit einem Energiespeicher nutzen möchten. Mit der eigenen Photovoltaik-Anlage kombiniert mit einem Energiespeicher kann der Eigenverbrauchsanteil des Photovoltaikstroms deutlich erhöht werden.

Die dezentrale Stromerzeugung und Speicherung ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Umsetzung der Energiewende. In Dillenburg möchten wir untersuchen, wie sich die zunehmende Nutzung von Stromspeichern in unserem Stromversorgungsnetz auswirkt. Daher unterstützen wir die Anschaffung von Speichern und bieten für interessierte Eigenheimbesitzer passende Stromspeicher an.  Diese stimmen wir perfekt auf eine neue oder auch bestehende Photovoltaik-Anlage ab.

Bezuschusst werden die Anschaffungskosten von Energiespeichern mit bis zu 2.500 Euro. Selbstverständlich können auch Anlagen von anderen Installateuren in dieses Projekt eingebunden werden. Teilnehmen können Eigenheimbesitzer der Dillenburger Kernstadt sowie der Stadtteile Frohnhausen und Manderbach. Die ausgewählten Gebiete weisen bereits eine hohe Nutzung von Photovoltaikanlagen auf sowie eine Vielfalt an Verbrauchern – vom Einfamilien-Haushalt über Kleingewerbe bis hin zur Industrie.

Interessierten Hausbesitzern steht unser Ansprechpartner Axel Jankowski (Tel. 02771 873 4512, E-Mail: Axel.Jankowski@EnergieNetz-Mitte.de) gern zur Verfügung.