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Kasseler Kooperation „E3“ gewinnt Hessischen Staatspreis

Kassel, 22. November 2018

Bei der Preisverleihung (v. l.): Staatssekretär Mathias Samson (Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung), Lukas Wimmer, Dr. Bastian Schmitt und Prof. Dr. Klaus Vajen von der Uni Kassel sowie Detlef Grebe und Olaf Alm von der EAM (Foto: deenet, Meyer)

Hohe Anerkennung für besondere Leistungen im Zeichen der Energiewende: Die EAM, der Kasseler Solarthermiespezialist Enertracting und die Uni Kassel (Fachgebiet Solar- und Anlagentechnik) sind für ihr gemeinsames Engagement mit dem Hessischen Staatspreis 2018 für innovative Energielösungen in der Kategorie Energieeffizienz ausgezeichnet worden. Unter dem Namen „E3“ bündeln die drei Gewinner seit 2009 im Rahmen einer Kooperation ihre spezifischen Kompetenzen und entwickeln im Verbund Lösungen, mit denen die Effizienz im deutschen Erdgasversorgungsnetz gesteigert und der CO2-Ausstoß gesenkt werden kann.

„Der Hessische Staatspreis ist eine wertvolle Anerkennung für unsere Arbeit, deren Erfolg aus einer sehr guten Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft resultiert“, betont Solarexperte Prof. Dr. Klaus Vajen von der Uni Kassel. Mit der Auszeichnung werde zudem die Bedeutung des hessischen Forschungsförderprogramms LOEWE deutlich, aus dem das Team bei seinen Forschungsaktivitäten in den Anfangsjahren unterstützt wurde.

50 Prozent CO2-Reduktion

„Mit der ‚E3-Rezeptur‘ ist es uns in den bisher betrachteten Gasdruckregelanlagen der EAM gelungen, den CO2-Ausstoß um mehr als 50 Prozent zu reduzieren“, berichtet Roland Heinzen, Geschäftsführer von Enertracting. Gas-Druckregelanlagen sind wichtige Schnittstellen im Erdgas-Netz, in denen der Druck des bis zu 100 bar hoch verdichteten Gases aus der Ferngasleitung für die Weiterleitung an die Endkunden auf einige Millibar reduziert wird. Für diese Druckminderung wird viel Wärmeenergie benötigt. Heinzen: „In Deutschland gibt es allein 3.000 Anlagen dieser Art und die haben durchschnittlich jeweils so viel Wärmebedarf wie ein kleines Dorf mit 300 Einwohnern. Da gibt es ein enormes Einsparpotential, das wir durch einen intelligenten und jeweils der Anlage angepassten Mix von Energieeinsparung, Solarthermie, Wärmepumpe, Kraft-Wärme-Kopplung sowie weiteren Elementen aktivieren können.“

„Wärmewende“ mit Bürgerbeteiligung

Das E3-Team hat sein Baukastensystem bereits an drei großen Regelanlagen der EAM erfolgreich demonstriert und dort den größten Teil des Wärmebedarfs durch den Einsatz erneuerbarer Wärmeerzeuger ersetzt. „Für unser bisher größtes Vorhaben an einer Anlage in Malsfeld-Ostheim haben wir die Finanzierung gemeinsam mit der Bürger Energie Kassel & Söhre eG umgesetzt“, betont EAM-Geschäftsführer Thomas Weber. „Auf diese Weise sind nordhessische Bürger an der Wärmewende beteiligt und profitieren auch finanziell davon.“