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EAM und Avacon nehmen modernisiertes Umspannwerk Borgholz in Betrieb

Borgentreich, 18. Oktober 2017

Inbetriebnahme des Umspannwerks Borgholz (v. l.): Bundestagsabgeordneter Christian Haase, der Ortsbürgermeister von Borgholz Franz-Josef Wegener, Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch, Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm, EAM-Geschäftsführer Thomas Weber und Avacon-Vorstand Dr. Stephan Tenge.

Nach einem kompletten technischen Neubau ist heute das Umspannwerk Borgholz der EAM und der Avacon in Betrieb genommen worden. Es dient nun der weiteren Netzstabilisierung in der Region. Im Beisein von Bundestagsabgeordneten Christian Haase, Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch, Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm und dem Ortsbürgermeister von Borgholz Franz-Josef Wegener schalteten EAM-Geschäftsführer Thomas Weber und Avacon-Vorstand Dr. Stephan Tenge den Transformator des Umspannwerks ein und nahmen damit das Umspannwerk ans Netz. Insgesamt investierten die Unternehmen gut neun Millionen Euro in den Umbau der neuen Anlage.

Steigerung der Versorgungssicherheit

Die EAM unterstützt die Energiewende durch moderne Leitungsnetze für die Versorgung der Kunden und für die Aufnahme regional erzeugter Energien. Im Umspannwerk Borgholz hat die EAM ein neues Schaltgebäude errichtet und darin eine neue Mittelspannungs-Schaltanlage installiert. „Das Besondere an der Anlage ist die ungewöhnliche Größe“, erläuterte EAM-Geschäftsführer Thomas Weber. „Diese ist wegen der zahlreichen EEG-Einspeisungen in der Region – vor allem aus dem Bereich Windkraft – erforderlich und berücksichtigt auch einen weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien.“ Für die neue Schaltanlage inklusive der Anschlussarbeiten hat die EAM rund 3,3 Millionen Euro investiert. Bürgermeister Rauch lobte das gemeinsame Engagement der Energieversorger: „Die Region profitiert von diesem Neubau durch eine langfristig noch höhere Versorgungssicherheit.“ Das Umspannwerk Borgholz versorgt die Städte Borgentreich, Willebadessen sowie Teile von Bad Driburg, Brakel, Warburg und Trendelburg. Für die Arbeiten wurden regional ansässige Firmen beauftragt.

Reserveleistung für EEG-Einspeisung

Das neue Umspannwerk wurde errichtet, um die zunehmende Stromeinspeisung aus dezentralen regenerativen Erzeugungsanlagen im Landkreis Höxter aufnehmen zu können. Denn parallel zum rasanten Wachstum der Erzeugungsanlagen ist ein dynamischer Ausbau der Netzinfrastruktur erforderlich. Hierzu müssen neben der Verstärkung und dem Bau von neuen Leitungen auch zusätzliche Verbindungen zwischen dem Mittelspannungsnetz und dem vorgelagerten Hochspannungsnetz geschaffen werden, wie hier in Borgentreich. Avacon, als vorgelagerter Betreiber des 110-kV-Netzes, leitet die Energie dorthin, wo sie benötigt wird. Denn nicht alles, was in der Region erzeugt wird, wird auch dort verbraucht.

Mit der neuen Umspannwerksanlage in Borgentreich ist nun die Basis für den Anschluss weiterer dezentraler Erzeugungsanlagen – vor allem für Windkraftanlagen – geschaffen, denn die Leistungsfähigkeit der Anlage steigt durch die eingebaute modernste Technik um das Vierfache. Dafür hat Avacon rund sechs Millionen Euro investiert. „Man kann angesichts dieser Tatsache behaupten, dass der Bau des neuen Umspannwerks – mit Blick auf die wachsende Zahl dezentraler Erzeugungsanlagen – auch eine Investition in die Zukunft der Region ist“, erklärte Avacon-Vorstand Dr. Stephan Tenge.