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EAM sichert Stromversorgung trotz Sturmschäden

Hann. Münden / Witzenhausen / Eschwege / Altenkirchen, 23. Januar 2018

Einige Strommasten konnten dem Sturm nicht Stand halten.

Sturmtief „Friederike“ war laut Deutschem Wetterdienst einer der stärksten Winterstürme seit Orkan „Kyrill“ im Jahr 2007 wütete. „Friederike“ richtete auch am Stromnetz große Schäden an. Bezogen auf das Netzgebiet der EAM zeigte sich erneut, dass sich die Investitionen in ein modernes, überregional und vermascht aufgebautes Stromnetz auszahlen. Insgesamt kam es im gesamten Netzgebiet überwiegend nur zu kurzen Störungen von denen rund 75.000 Einwohner betroffen waren.

Besonders waren die Mitarbeiter der EAM in den Regioteams und der Netzleitstelle gefordert, weil es an verschiedenen Stellen zu Ausfällen des vorgelagerten Hochspannungsnetzes der Avacon kam. Davon stark betroffen waren die Regionen im Umkreis von Hann. Münden, Witzenhausen, Eschwege und Friedland. Durch umgestürzte 110.000-Volt-Strommasten der Avacon wurden die Umspannwerke in diesen Kommunen nicht mehr versorgt. Nach entsprechenden Umschalt- und Umbauarbeiten sprang die EAM für die Versorgung der betroffenen Kommunen über ihr überregionales Mittelspannungsnetz ein.

Regionen Eschwege, Witzenhausen und Friedland-Drammetal

Da die drei Umspannwerke Witzenhausen, Eschwege und Drammetal nicht mehr über die Hochspannung versorgt werden konnten, stellte die EAM eine Notversorgung über die Umspannwerke Göttingen-Grone und Hessisch Lichtenau her. Durch sofort eingeleitete Umschaltungen der EAM konnten die betroffenen Haushalte innerhalb kurzer Zeit über das überörtliche Mittelspannungsnetz wieder versorgt werden. Die meisten Kunden hatten nach zwei Stunden wieder Strom. Erst am späten Freitagnachmittag konnte die Versorgung über die Hochspannung wiederhergestellt werden.

Versorgung der Stadt Hann. Münden

In Hann. Münden wird eine Wiederversorgung über das vorgelagerte Hochspannungsnetz der Avacon voraussichtlich erst im Laufe dieser Woche erfolgen. So lange übernimmt die EAM die Versorgung der Region über ihr Mittelspannungsnetz. Dazu gehört auch die Versorgung der Netzkunden der Versorgungsbetriebe Hann. Münden. Allerdings konnte zunächst nur so viel Energie bereitgestellt werden, dass die wichtigsten Einrichtungen sowie die Haushaltskunden mit Strom versorgt wurden. Erst durch kurzfristige Umbaumaßnahmen im Umspannwerk Hann. Münden waren ab Samstagnachmittag auch die Industriekunden – darunter ein wichtiger Zulieferer der Automobilindustrie – wieder am Netz. Dank des Einsatzes der EAM-Mitarbeiter konnte somit ein umfangreicher Produktionsausfall in einigen Volkswagen-Werken vermieden werden. „Die schnelle Wiederversorgung war nur durch unser mit entsprechenden technischen Reserven aufgebautes, überregionales Mittelspannungsnetz und das Engagement unserer Mitarbeiter vor Ort sowie unserer Leitstelle möglich. Ohne diese Reserven im Mittelspannungsnetz wäre es zu deutlichen längeren Versorgungsausfällen gekommen“, erklärt Jörg Hartmann, Geschäftsführer des EAM-Netzbetreibers EnergieNetz Mitte.

Landkreis Altenkirchen

Das Sturmtief „Friederike“ führte auch im Landkreis Altenkirchen zu erheblichen Störungen der Stromversorgung. Durch umgestürzte Bäume und Mastbrüche waren mehrere 10.000-Volt- und zahlreiche 400-Volt-Leitungen gestört. Betroffen war ab Donnerstagmittag flächendeckend der gesamte Landkreis Altenkirchen. Die Mitarbeiter des zuständigen Regioteams Altenkirchen arbeiteten gemeinsam mit Kollegen der Westnetz mit Hochdruck an der Störungsbehebung und konnten die Versorgung in Teilen des Landkreises Altenkirchen bereits am Donnerstag wiederherstellen. Freitagnachmittag waren die meisten Netzkunden wieder versorgt. Die Arbeiten am Nieder- und Mittelspannungsnetz dauern noch an.