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Warnung vor Spam-E-Mails mit Falschinformationen zur Erdgasumstellung

Kassel, 28. März 2017

Derzeit sind Spam-E-Mails im Umlauf, in denen die Empfänger unter Vortäuschung falscher Tatsachen aufgerufen werden, ihre Heizungsanlage zu erneuern. In den Mails wird behauptet, durch die in Teilen von Deutschland geplante Umstellung der Erdgasart (von „L“- auf „H“-Gas) werde ein Austausch der Heizungsanlage unausweichlich. Daher sollten die Kunden jetzt die Heizungsanlage austauschen und dabei staatliche Fördergelder in Anspruch nehmen, die zu einem späteren Zeitpunkt wegfielen. Diese Behauptung ist schlicht falsch. Richtig ist: In der Regel ist im Rahmen der Erdgasumstellung kein Austausch der Heizungsanlage notwendig.

Offensichtlich verfolgen die Absender der E-Mails das Ziel, auf illegalem Weg Kundendaten zu erlangen und diese missbräuchlich zu nutzen. Dies ist eine Form der leider zunehmenden Internet-Kriminalität. Die in Umlauf befindlichen E-Mails hatten den Betreff „Dringende Prüfung Ihrer Versorgung“. Falls Sie derartige E-Mails zur Erdgasumstellung von unbekannten Absendern erhalten, sollten Sie diese auf keinen Fall öffnen!

Die EnergieNetz Mitte – eine hundertprozentige Tochter der EAM – steht als Netzbetreiber seit vielen Jahren für eine sichere und zuverlässige Versorgung ihrer Kunden mit dem umweltschonenden Energieträger Erdgas. Eine Umstellung der Erdgasart von „L“- auf „H“-Gas ist im Netzgebiet der EnergieNetz Mitte nur im Großraum Gießen/Wetzlar und im Bereich rund um Dillenburg notwendig und findet in den Jahren 2019 und 2020 statt. Die EnergieNetz Mitte wird alle betroffenen Kunden rechtzeitig und transparent über die Schritte zur Marktraumumstellung L-H-Gas informieren.

Hintergrund

Seit Mai 2015 ist in Deutschland eines der größten Infrastrukturprojekte der deutschen Erdgasversorgung im Gange: die Umstellung von L-Gas auf H-Gas. L-Gas („Low calorific gas“ mit niedrigem Brennwert) stammt aus Quellen in Deutschland und den Niederlanden. Der kontinuierliche Rückgang der L-Gas-Aufkommen macht den Wechsel auf H-Gas notwendig. L-Gas wird vorwiegend in Teilen von Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt sowie in Bremen verbraucht.

Der überwiegende Teil Deutschlands wird bereits seit mehreren Jahrzehnten zuverlässig mit H-Gas („High calorific gas“ mit höherem Methangehalt und folglich höherem Brennwert) aus Norwegen, Russland und Großbritannien versorgt. Die Umstellung der betroffenen Regionen auf H-Gas – die sogenannte Marktraumumstellung – soll schrittweise bis zum Jahr 2030 erfolgen.