EAM

WASSERKRAFT – ENERGIE IM FLUSS

WASSERKRAFT – BEWÄHRT & AUSGEREIFT

Die Wasserkraft blickt wohl auf die längste Geschichte der regenerativen Energien zurück. Schon vor Jahrtausenden nutzten Kulturen die mechanische Kraft des Wassers, um Maschinen anzutreiben. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird in Deutschland Elektrizität aus Wasserkraft gewonnen. 

Heute beträgt ihr Anteil an den erneuerbaren Energien in Deutschland ca. 12 Prozent der Bruttostromerzeugung. Bezogen auf alle Energiequellen liegt er bei ca. 3,0 Prozent. Wasserkraft ist nicht nur eine ausgereifte Technologie, sondern hat mit ca. 90 Prozent auch einen sehr hohen Wirkungsgrad. 

WASSERKRAFT VOM WESTERWALD – DIE KRAFTWERKSKETTE REHBACHTAL

Die EAM betreibt am Rehbach zur Wasserkraftnutzung eine Kette von insgesamt fünf kleinen Wasserkraftwerken. Das Wasser des Rehbachs fließt am Osthang des Westerwaldes zur Dill. Auf einer Länge von 17 Kilometern und mit einem Höhenunterschied von 321 Metern wird es in fünf Stufen zur Stromerzeugung genutzt. Höchster Punkt ist die Krombachtalsperre, 1946 bis 1949 errichtet, die das Kraftwerk Krombach (Baujahr 1983) speist.

Die Gesamtleistung der Kraftwerkskette beträgt 2.955 Kilowatt, die zu Spitzenlastzeiten in das Stromnetz von der EnergieNetz Mitte eingespeist wird – genau dann, wenn der Stromverbrauch am höchsten ist. Die Wasserkraftanlagen im Rehbachtal erzeugen im Durchschnitt jährlich etwa 4 bis 6 Millionen Kilowattstunden. Damit ersparen sie die Emission von über 2.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

Die Geschichte zur KRAFTWERKSKETTE REHBACHTAL & das LIVE-MUSEUM MERKENBACH

Am Rehbach, der am Osthang des Westerwaldes zur Dill fließt, leistete der Privatunternehmer Emil Wilhelm Langenbach Pionierarbeit auf dem Gebiet der Wasserkraftnutzung. Bereits 1924 erzeugte er in dem von ihm erbauten Wasserkraftwerk Guntersdorf den für sein Kleineisenwerk benötigten Strom selbst.

Doch wenn der Rehbach im Sommer wenig Wasser führte, reichte die von seinem Kraftwerk erbrachte Leistung nicht aus. Er musste von der Hessen-Nassauischen Überlandzentrale Oberscheld Elektrizität hinzukaufen, die 1925 das Kraftwerk in Guntersdorf übernahm und die Wasserkraftnutzung im Rehbach weiter ausbaute.

Mittlerweile ist daraus eine Kette mit insgesamt fünf kleinen Wasserkraftwerken entstanden. Höchster Punkt ist die Krombachtalsperre, 1946 bis 1949 errichtet, die das Kraftwerk Krombach (Baujahr 1983) speist. In der Talsperre Driedorf wird das Wasser ein weiteres Mal gesammelt, um von dort das 1935 in Betrieb genommene Kraftwerk Driedorf in Gang zu bringen.

Im Wasserkraftwerk Merkenbach haben wir bereits 1989 ein Informationszentrum eingerichtet. Hier können Sie sich über die Technik der Wasserkraftnutzung, über die Entwicklung der regionalen Energieversorgung und die Nutzung erneuerbarer Energien informieren.